Zuerst schlichten, dann richten

Ursula Roth Somlo, Kandidatin für das Friedensrichteramt, Juristin/Richterin und Mediatorin

Prozesse wegen Streitfälle des täglichen Lebens kosten Geld, Zeit und Nerven. Bei Problemen im Bekanntenkreis, unter Nachbarn oder in der Familie kann eine Einigung vor dem Friedensrichteramt dauerhaften Rechtsfrieden schaffen, weil die Beteiligten gemeinsam nach Lösungen suchen. Nach dem Grundsatz: „zuerst schlichten, dann richten“.

Ursula Roth Somlo

Mit der neuen Zivilprozessordnung (2011) sind die Anforderungen für die Ausübung des Friedensrichteramtes gestiegen. Fach- und Verhandlungskompetenzen sowie Führungserfahrung sind sehr wichtig, um nachhaltige und kostengünstige Lösungen zu finden. Die Friedensrichter/innen entscheiden endgültig über zivilrechtliche Streitigkeiten bei einem Streitwert bis Fr. 500.-. Liegt der Streitwert darüber, so führt das Friedensrichteramt als erste Instanz das obligatorische Sühneverfahren und leitet das Verfahren bei Forderungen aus unterschiedlichen Rechtsgebieten (Kaufvertrag, Werkvertrag etc.), nachbarrechtlichen Streitigkeiten und u.v.m. Durch dieses Sühneverfahren werden die ordentlichen Gerichte massiv entlastet.

Da ich seit Jahren in der Beratung und Mediation arbeite, sind mir die Tätigkeitsfelder einer Friedensrichterin bestens bekannt. Als Juristin/Richterin und ausgebildete Mediatorin besitze ich die nötigen juristischen Kenntnisse für dieses Amt. Grosse Führungserfahrung (Leiterin eines Rechtszentrums), Generalistenwissen und Sozialkompetenz bringe ich ebenfalls mit. Ich kann den Parteien die Rechtslage erläutern und ihnen die Prozessrisiken aufzeigen. Mit Einfühlungsvermögen, Geduld und Kreativität kann man die Parteien zu Lösungen führen, die sie akzeptieren und zufrieden stellen. Genau deshalb macht mir meine jetzige Arbeit Freude und ich würde mir wünschen, diese Tätigkeit auch als Friedensrichterin auszuführen.

Herzlichst Ursula Roth Somlo