Stau = traffic jam by Rick Payette

ELBA-Umbau, statt Ausbau

Am 8. November werden wir über den vom Landrat beschlossenen Ausbau von ELBA (Entwicklungsplanung für den Raum „Leimental, Birseck und Allschwil“) abstimmen.

Die SP, die Grünen, die Jusos und das Junge grüne Bündnis, sowie viele Organisationen aus dem Umweltbereich haben gegen diesen Ausbau das Referendum ergriffen und sensationelle 3300 Unterschriften gesammelt, und das mitten in den Sommerferien.

Im Leimental, im Birseck (vor allem Arlesheim und Münchenstein) und in Allschwil sollen teure Strassen erstellt und ganze Gebiete untertunnelt werden zu einem geschätzten Preis von 1,8 Milliarden Franken. Dazu gehören auch einige ÖV-Projekte. Dass vor allem in Allschwil etwas geschehen muss, ist unbestritten. Gerade wir in Birsfelden wissen sehr gut, was es heisst, wenn täglich Blechlawinen durch das Dorf rollen, respektive sich mühsam vorwärts bewegen.

Ob allerdings ein Ausbau, den sich der Kanton in den nächsten Jahren finanziell gar nicht leisten kann, die Lösung ist, bleibt mehr als fraglich. Im Landrat hat sich die SP stark für einen Umbau eingesetzt. Dabei steht die Querverbindung bestehender Strassen im Vordergrund, also eine Optimierung des bereits bestehenden Netzes. Zudem soll der öffentliche Verkehr stärker ausgebaut werden, als das in der Variante Ausbau vorgesehen ist. Mit dem Umbau würde sich die Verkehrssituation massiv verbessern. Zudem würde er etwas 800 Millionen Franken kosten. Das ist immer noch viel Geld, aber immerhin eine Milliarde Franken weniger als der Ausbau.

Es ist schlicht unverantwortlich, wenn der Kanton Investitionen von 1,8 Milliarden Franken im Strassenbau vornehmen will und damit kein Geld mehr für andere Investitionen, zum Bespiel in der Bildung oder in der Gesundheit, hat. Zudem laufen in unserem Kanton die Kosten im Strassen- und vor allem im Tunnelbau regelmässig aus dem Ruder.

Mit einem Nein am 8. November ermöglichen wir eine sinnvolle Lösung, die der betroffenen Bevölkerung zu Gute kommt und einigermassen bezahlbar sein wird.

Regula Meschberger