entente cordiale by Olivier Bacquet

Weiterhin zwei Fremdsprachen in der Primarschule

Unsere Primarschülerinnen und Primarschüler lernen ab der 3. Klasse Französisch und ab der 5. Klasse Englisch. Mit der Einführung von Harmos wurde in der Primar die zweite Fremdsprache eingeführt. Dahinter stehen die Überlegung und das Wissen, dass Kinder sehr schnell Sprachen lernen — unter dem Motto «je früher, desto besser».

Das Komitee «Starke Schule» behauptet, die Kinder seien überfordert und will die zweite Fremdsprache wieder abschaffen. Woher diese Ansicht kommt, ist mir schleierhaft. Wer mit Kindern im Primarschulalter zu tun hat, weiss, wie neugierig und wissbegierig sie sind. Sie lernen schnell. Vielen fällt es leicht.

Dass das nicht für alle gilt, ist klar. Es gibt immer Kinder, denen das Lernen nicht so leichtfällt. Sie sind auf Unterstützung angewiesen und müssen Strategien lernen, um ihre Stärken gezielt einsetzen zu können. Das ist eine wichtige Aufgabe der Schule.

Nun aber gleich für alle die zweite Fremdsprache abzuschaffen, heisst «das Kind mit dem Bad ausschütten». Das können wir nicht zulassen. Sprachen sind der Schlüssel zum Erfolg im Privat- und im Berufsleben. Unsere Welt ist als Folge der Mobilität zusammengerückt. Sich in verschiedenen Sprachen ausdrücken zu können, ist deshalb unabdingbar geworden.

Zudem haben die Baselbieter Stimmberechtigten der Einführung von Harmos sehr deutlich zugestimmt, dies im Wissen, dass die Kinder in der Primarschule Französisch und Englisch lernen.

Ich bitte Sie, die unsinnige Initiative am 10. Juni abzulehnen. Machen Sie doch bitte auch in Ihrer Familie und in Ihrer Umgebung Werbung für ein klares NEIN zur sogenannten Überforderungs-Initiative. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

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