Chemiefabrik

Ist die Bevölkerung wirklich sicher?

Nach dem Grossbrand gestern Abend beim Bahnhof Pratteln, kommen verständliche Sorgen um die Sicherheit der Bevölkerung wieder auf. Dieser «Unfall» ist kein Einzelfall: In den letzten Wochen und Monaten gab es vermehrt sogenannte «Zwischenfälle», Brände, Lecks, Explosionen und weitere Sicherheitsrisiken bei Firmen, stets in nächster Nähe von Wohngebieten. Besorgt stellen wir fest, dass vielerorts die Sicherheitsmassnahmen nicht genügen, um solche Gefahren zu bannen.

Gleich neben dem gestrigen Grossband am Bahnhof Pratteln sollen demnächst Wohnungen für hunderte von Menschen entstehen. In diesem Zusammenhang müssen Fragen nach der Sicherheit der direkten AnwohnerInnen, aber auch der ganzen Region, gründlich überdacht werden.

Die Verbreitung der Informationen über den Brand war mangelhaft. Wer nicht auf den sozialen Netzwerken unterwegs war, wurde kaum oder gar nicht mit Nachrichten und Hinweisen versorgt.

Klar ist jetzt, die Sicherheitsbemühungen müssen deutlich verstärkt werden, denn das Vertrauen ist arg ramponiert. Der Kanton Baselland hat dabei eine äusserst wichtige Aufgabe und muss sich für die Sicherheit der Menschen stark machen. Wir sorgen uns ernsthaft darum, ob noch genügend Kontrollen durchgeführt werden bei den Betrieben.

Zudem ist zu beachten, dass viele Menschen bei einem Unfall wertvolle und unersetzbare Dienste leisten. Diese sind zusätzlich grossen Gefahren ausgesetzt! Wir danken allen Einsatzkräften, die gestern Abend mitgeholfen haben, das Feuer zu löschen und die Schäden zu minimieren.

— SP Birsfelden, SP Muttenz und SP Pratteln-Augst-Giebenach

Seit 2007 bin ich politisch engagiert: Zunächst bei der JUSO Baselland bald auch bei der SP Birsfelden, wo ich seit 2008 im Vorstand bin. Ich habe Biologie studiert und im 2013 meinen Master in Ökologie an der Uni Basel gemacht. Seit 2019 arbeite ich für den VCS beider Basel.

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