Das Energiegesetz macht Sinn

Dieser Leserbrief von Walter Märki zur Abstimmung über die Energiestrategie 2050 vom 21. Mai 2017 erschien im Birsfelder Anzeiger vom 12. Mai 2017.

Parolenübersicht für die Abstimmungen vom 21. Mai 2017

«Kalt duschen», «sich massiv einschränken», «zurück in die Steinzeit», «3200 Franken mehr bezahlen» — mit solchen Slogans malen die Gegner des Energiegesetzes den Teufel an die Wand. Die Fakten aber sehen anders aus: Die Energiestrategie 2050 soll die zukünftige Energieversorgung sicherstellen. Das Gesetz ist eine erste Etappe auf diesem Weg und setzt drei Schwerpunkte:

  1. Senkung des Energieverbrauchs und Steigerung der Energieeffizienz,
  2. Förderung der einheimischen erneuerbaren Energien,
  3. Verbot neuer Atomkraftwerke.

Mit verschiedenen Massnahmen und einem bescheidenen Betrag pro Person und Jahr soll das Gesetz verwirklicht werden: Steigerung der Gebäudeeffizienz, Verschärfung von C02-Vorschriften, Optimierung und Ausbau von Wind-, Wasser-, Sonnen- und Biomassenenergie. Mit dem Ausbau des Gebäudeprogramms profitiert das inländische Gewerbe und damit Tausende von Arbeitnehmern.

Mit der Förderung einheimischer Energien und Energiesparmassnahmen bleibt neu viel Geld in der Schweiz, Wer das Gesetz ablehnt, zementiert unsere Auslandabhängigkeit, stellt keine Lösung bereit, wenn das letzte Atomkraftwerk in der Schweiz stillgelegt ist und verhindert eine moderne, klimafreundliche Energieversorgung für die Zukunft der Schweiz.

Darum am 21. Mai ein überzeugtes JA zum Energiegesetz.

JA zum geordneten Atomausstieg

Dieser Leserbrief von Walter Märki zur Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative vom 27. November 2016 erschien im Birsfelder Anzeiger vom 18. November 2016.

Beznau I ist 47 Jahre alt. Kein Atomkraftwerk der Welt war je so lange am Netz. Die Energiekonzerne müssen immer mehr Geld in die Sicherheit der AKWs investieren und trotzdem gibt es gravierende Sicherheitsmängel, wie beispielsweise Risse im Druckreaktor. Das Problem: Der Druckreaktor kann nicht ausgetauscht werden. Die Sicherheit der alten Meiler nimmt trotz Sanierungen deshalb stetig ab.

Auch wirtschaftlich sind die AKWs ein Desaster. Anstatt Geld in marode Atommeiler zu investieren, würde es besser in den Ausbau und in die Entwicklung erneuerbarer Energien eingesetzt. Die AKWs sind zudem ein Problem für die Versorgungssicherheit, weil die Werke immer häufiger unplanmässig und kurzfristig vom Netz genommen werden müssen. Der Strom muss dann sofort von einem anderen Anbieter beschafft werden muss. Mit dem geordneten Atomausstieg ist der Abschalttermin frühzeitig bekannt und damit planbar. Das stärkt die Netzstabilität und schafft Platz für erneuerbare Energien. In Europa herrscht ein Stromüberfluss, welcher der Leistung von rund 100 AKWs entspricht. Es ist daher kein Problem, den Strom unserer AKWs vorübergehend mit sauberem, europäischem Strom zu ersetzen, bis die einheimische erneuerbare Stromproduktion ausgebaut ist. Deshalb ein JA zum geordneten Atomausstieg am 27. November.

Lieber jetzt als später!

Dieser Text ist ein Leserinnenbrief von Désirée Jaun zur Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative vom 27. November 2016.

In der Schweiz steht das älteste noch aktive Atomkraftwerk der Welt. Vor über 46 Jahren wurde Beznau 1 in Betrieb genommen. Kein anderer Reaktor dieses Typs wurde bisher so lange betrieben. Aufgrund der entdeckten Schwachstellen, wurde der Reaktor vor über einem Jahr vom Netz genommen. Über den genauen Zustand wird nicht transparent informiert. Auf Ende Jahr ist jedoch ein Wiederanfahren geplant. Auch die weiteren vier Reaktoren in der Schweiz sind schon lange in die Jahre gekommen und stellen ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

Nebst der Sicherheit ist auch die Entsorgung des radioaktiven Abfalls ein Problem, für das es auch in absehbarer Zukunft oder wohl nie eine Lösung geben wird. Auch nach jahrelanger, intensiver Forschung konnte kein Standort für ein Endlager gefunden werden, in dem der Atommüll bis zu einer Million Jahren sicher aufbewahrt werden könnte. Dieser Zustand wird sich nicht so schnell ändern.

Mit einem JA zum geordneten Atomausstieg bis 2029 tragen wir dazu bei, dass die Schweiz komplett auf erneuerbare Energien setzt und der gefährlichen Atomkraft endlich den Rücken kehrt! Dieses Ziel ist erreichbar, zumal bereits heute schon zwei Drittel der Stromproduktion in der Schweiz aus erneuerbaren Ressourcen erfolgt. Schaffen wir nachhaltige und gute Bedingungen für die folgenden Generationen!

Ja zum geordneten Atomausstieg

Dieser Leserbrief von Heiner Lenzin zur Atomausstiegsinitiative (Abstimmung vom 27. November 2016) erschien im Birsfelder Anzeiger vom 30. September 2016.

Fast nahtlos stehen wieder wichtige Abstimmungen vor der Tür; so auch der Ausstieg aus der viel zu teuren und unsicheren Atomkraft. Inzwischen ist wohl den meisten Menschen in der Schweiz klar, dass wir uns die Atomkraft weder leisten wollen, noch das mit den AKWs verbundene Risiko auf uns nehmen dürfen.

Ja zum geordneten Atomausstieg

Ja zum geordneten Atomausstieg

So muss auch den letzten AKW-Anhängern und Steuerzahlern klar geworden sein, dass der Atomstrom viel zu teuer ist, werden die Stilllegung und der Rückbau der Kraftwerke mitgerechnet. Dass dies bisher nicht gemacht worden ist, liegt daran, dass die Energieversorger so satte Gewinne einstreichen konnten, weil ihnen von Anfang an klar war, dass uns Bürgern am Ende nichts anderes übrig bleiben wird, als diese Kosten zu übernehmen. Das Prinzip ist schon lange bekannt: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Gemäss dem Bundesrat soll unsere Energieversorgung bis ins Jahr 2050 zum grossen Teil auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien basieren. Der geordnete Atomausstieg ist machbar. Die neuen Technologien haben sich bewährt.

Der geordnete Atomausstieg schafft einen vernünftigen Zeitplan für einen schrittweisen Ausstieg. Deshalb müssen wir am 27. November JA zum geordneten Atomausstieg bis 2029 sagen.