Ja zur Sicherung und Erhöhung der AHV

Dieser Leserbrief zu den Abstimmungen vom 24. September 2017 von Heiner Lenzin erschien im Birsfelder Anzeiger vom 22. September 2017.

So richtig glĂŒcklich Ă€ussern sich nicht viele zu den Vorlagen zur vorliegenden Reform der Altersvorsorge 2020. Die eine Seite stört sich unter anderem an den 70 Franken mehr AHV, die den neuen RentenbezĂŒgerInnen zukommen sollen, die anderen unter anderem an der Erhöhung des Pensionsalters fĂŒr Frauen. Wir haben also einen typischen demokratisch entstanden Kompromiss vorliegen, ĂŒber den wir am kommenden Sonntag, den 24. September, abstimmen mĂŒssen.

Tatsache ist, dass die Vorlagen eine Verbesserung fĂŒr AHV-RentnerInnen bringt und dass die AHV fĂŒr die kommenden Jahre konsolidiert wird. Eine Ablehnung einer der zwei Vorlagen schwĂ€cht und gefĂ€hrdet das SolidaritĂ€tswerk AHV. Wie alles auf dieser Welt ist auch dieses Lösung nicht fĂŒr die Ewigkeit und eine wahrscheinlich verĂ€nderte demographische und wirtschaftliche Situation wird in 15 Jahren eine neue Anpassung verlangen. Deswegen aber zum jetzigen Zeitpunkt nichts zu machen, ist der falsche Weg. Wir mĂŒssen zu unserer AHV Sorge tragen, wir mĂŒssen unsere AHV-Renten sichern und den sozialen Frieden bewahren.

Deshalb mĂŒssen wir, wie zum Beispiel auch die Mitte-Parteien, der Bundesrat und die Sozialdirektorenkonferenz, am 24. September Ja sagen zu den beiden Vorlagen „Reform der Altersvorsorge 2020“ und „Zusatzfinanzierung der AHV“.

Die erste SĂ€ule erhalten

Dieser Leserbrief zur AHVplus-Initiative erschien am 16. September 2016 im Birsfelder Anzeiger.

Achtunddreissig Prozent der Rentnerinnen haben nur die AHV-Rente und deren Pensionen, falls vorhanden, sind wegen Babypausen und Teilzeitarbeit meist sehr tief. Aber auch viele Rentner leben nur von der ersten SĂ€ule. Nur fĂŒr Wohnen und Krankenkasse gehen schon zwei Drittel der Maximalrente drauf. Nach der letzten Anpassung 1975 muss jetzt die AHV den Löhnen und Gesundheitskosten wieder angepasst werden.

Etwa sechs Milliarden Pensionskassengelder verschwinden jĂ€hrlich bei Kaderleuten und VerwaltungsrĂ€ten sowie in der Werbung. Dazu kommt, dass wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage mit starken Einbussen bei der zweiten SĂ€ule gerechnet werden muss. So hat zum Beispiel der Birsfelder GP Christof Hiltmann im Landrat verlangt, dass die Pensionen der Kantonsangestellten massiv gesenkt werden mĂŒssten, was sich im Übrigen auch auf unsere Gemeindeangestellten auswirken wĂŒrde. Diese und andere zu erwartenden Einbussen bei der zweiten SĂ€ule könnten mit der Erhöhung der AHV-Rente um zehn Prozent zumindest abgefedert werden. Diese Erhöhung ist nicht gratis. Laut Bundesrat wĂŒrden dafĂŒr aber 0,4 zusĂ€tzliche Lohnprozente fĂŒr den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer ausreichen.

Aber auch eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer kĂ€me in Frage. Beides wĂ€re wirtschaftsvertrĂ€glich. Deshalb stimme ich mit Überzeugung JA zur AHVplus-Initiative.