Gegen einen weiteren Leistungsabbau

Dieser Leserinnenbrief zu den Abstimmungen vom 24. September 2017 von Ursula Roth erschien im Birsfelder Anzeiger vom 15. September 2017.

Mit der EinfĂŒhrung des neuen Finanzhaushaltsgesetzes der SVP wĂ€re es dem Regierungsrat möglich, vom Landrat gesprochene Kredite zu sperren. Das ist nicht nur undemokratisch, sondern auch unfair gegenĂŒber den Partnern des Kantons, die mit diesen budgetierten Geldern rechnen, um ihren oft wichtige Arbeit fĂŒr die Öffentlichkeit zu erfĂŒllen.

Zum Zweiten soll mit diesem Gesetz auf Gedeih und Verderb eine Steuererhöhung, sei sie noch so nötig, verhindert werden. Stattdessen sollen bei schlechter Finanzlage ĂŒber alle Direktionen gleich einem RasenmĂ€herschnitt linear eingespart werden, ob diese schon rigorose SparĂŒbungen ĂŒber sich ergehen lassen mussten oder nicht. Das lĂ€uft auf einen weiterten Leistungsabbau hinaus. So wird unter anderem durch weniger PolizeiprĂ€senz die Sicherheit in den Quartieren verschlechtert werden. Im Bildungsbereich ist mit nicht grösseren Klassen und weiterhin veralteter Infrastruktur zu rechnen und dringend nötige Aufgaben werden weiter auf die Gemeinden abgeschoben.

Aus oben genannten GrĂŒnden ist es wichtig am 24. September die Verfassungsinitiative «FĂŒr gesunde Staatsfinanzen ohne Steuererhöhung» und den Gegenvorschlag sowie das Finanzhaushaltsgesetz des Landrates mit einem wuchtigen Nein abzulehnen und beim Stichentscheid das Kreuz beim Gegenvorschlag zu machen.