JA zur Erhaltung unserer Lebensressourcen

Dieser Leserinnenbrief von Regula Hunziker erschien im Birsfelder Anzeiger vom 23. September 2016.

Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft verankert die Kreislaufwirtschaft und die nachhaltige Ressourcennutzung in der Verfassung. Die heutige Wirtschaftsweise führt zu einer immer grösseren Übernutzung von natürlichen Ressourcen wie Wald, Ackerland oder der Ozeane. Würden es uns alle Menschen auf der Welt gleichtun, müssten wir 2,8 Planeten zur Verfügung haben. Sieht so verantwortungsvolles und zukunftsgerichtetes Denken und Handeln aus?

Mit Ressourceneffizienz kann die Schweiz ihre Abhängigkeit vom globalen Rohstoffmarkt verringern und lokale Wertschöpfung schaffen. Die Initiative ermöglicht die Förderung umweltfreundlicher Technologien und der Kreislaufwirtschaft und damit den langfristigen Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Wir profitieren auch als Konsumierende, wenn Produkte langlebiger sind und es mehr Reparatur- und Wiederverwertungsmöglichkeiten gibt. Die Initiative soll ausserdem unnötigen Abfall – etwa durch den Verzicht auf unnötiges Verpackungsmaterial – vermeiden helfen und ein breiteres Angebot an nachhaltigen Produkten schaffen.
Von einem Ja zur Grünen Wirtschaft profitieren wir alle, die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Generationen nach uns.
Deshalb stimme ich aus Überzeugung JA zur Initiative für eine Grüne Wirtschaft.

Reiche Multis, arme Bürger

Philipp Löpfe, Werner Vontobel: „Die unsoziale Kehrseite der masslosen Unternehmensgewinne“ (Untertitel), 207 Seiten, 2012, Orell Füssli Verlag, CHF 26.90 (in Deutschland EUR 19.95).

„Die Unternehmen schreiben immer höhere Gewinne und verteilen ihre Beute immer einseitiger. Der Mittelstand verarmt. Grund dafür ist die Globalisierung. Aus national verankerten mittelständischen Unternehmen sind globale Multis geworden. Diese spielen die nationalen Regierungen und Arbeitnehmervertreter brutal gegeneinander aus.“ Mit Beispielen zeigen die Autoren, wie es zur heutigen Situation gekommen ist. Und sie meinen: Lokale Bedürfnisse sollten lokal befriedigt werden. Doch an welchen Schrauben ist zu drehen? Das Buch gibt konkrete Hinweise.