Die Gegner der Konzernverantwortungsinitiative lancieren eine weitere Kampagne mit dem Titel «anpacken statt anklagen». Anpacken wäre ja richtig, aber warum erst jetzt?
Weshalb haben die grossen Konzerne nicht schon längst dafür gesorgt, dass ihre Töchterfirmen in den afrikanischen und südamerikanischen Ländern keine Kinderarbeit zulassen, keine unmenschlichen Arbeitsbedingungen verlangen, welche die Gesundheit zerstören, kein Trinkwasser vergiften, und, und… Weshalb wird das erst jetzt zum Thema und das erst noch auf Druck der Initiative?
Uns allen ist klar, dass nur ein klares JA zur Konzernverantwortungsinitiative etwas bewirkt. Der Gegenvorschlag ist ein zahnloses Gesetz. Die Konzerne, die sich heute nicht an die Menschenrechtskonvention des Europarates und an die UNO-Kinderschutzkonvention halten, die Trinkwasser vergiften und damit die Gesundheit von Millionen Menschen gefährden, werden sich auch weiterhin nicht um Verbesserungen kümmern. Wenn es ihnen ernst wäre, hätten sie das längst getan.
Es braucht diese Initiative ganz dringend. Alle Menschen haben das Recht auf Gesundheit, Sicherheit, sauberes Trinkwasser, hier bei uns, aber auch in allen anderen Ländern.
― Regula Meschberger, SP Birsfelden
Leserinnenbrief zur Abstimmung über die Konzernverantwortungs-Initiative vom 29. November 2020, erschienen im Birsfelder Anzeiger vom 30. Oktober 2020.