Birsfelden im Wandel

Nach Jahren des Bevölkerungsschwundes nimmt die Anzahl der Einwohner*innen wieder zu. Eine wachsende Gemeinde braucht eine fortschrittliche Wohnungspolitik, die sowohl ökologischen als auch sozialen Anliegen Sorge trÀgt. Ein neu gestaltetes Zentrum bietet viele Chancen.

Bisher versiegelte Böden können geöffnet werden, um Platz zu schaffen fĂŒr ökologisch wertvolle Blumenwiesen und einheimische StrĂ€ucher. Des Weiteren ist es sinnvoll, dass verdichtetes Bauen im bestehenden Siedlungsgebiet stattfindet. Nur so können GrĂŒnrĂ€ume in der Peripherie langfristig erhalten bleiben.

Die Wohnungspolitik muss sich an den BedĂŒrfnissen der Bevölkerung orientieren. In Birsfelden soll vor allem gemeinnĂŒtziger Wohnraum gefördert werden und Genossenschaften brauchen ihren angemessenen Anteil am Wohnungsmix.

Die Anwohner*innen von Birsfelden haben nun die Möglichkeit, sich im Quartierplanverfahren fĂŒr diese Anliegen einzusetzen. Damit ein lebendiges Zentrum entsteht mit Wohnraum fĂŒr alle Altersstufen und Formen des Zusammenlebens.

Nein zu diesem Quartierplan

An der Gemeindeversammlung vom 11.Dezember sollen wir einen Quartierplan Rheinfelderstrasse / Wartenbergstrasse absegnen. Das Projekt, das mit diesem „Quartier“plan fĂŒr eine einzige Parzelle von uns StimmbĂŒrger/-innen ermöglicht werden soll, ist fĂŒr unsere Gemeinde weder architektonisch, noch mit Sicht auf die LebensqualitĂ€t ein Gewinn. Zudem ist das Projekt auch alles andere als nachhaltig: 76 % der Parzelle sollen ĂŒberbaut werden. Dieser Umgang mit Boden ist verantwortungslos.

„Verdichtung“ heisst nicht, alles zu ĂŒberbauen, sondern so zu bauen, dass trotz höherer Nutzung genĂŒgend Frei- und GrĂŒnflĂ€che freigehalten werden kann um so die LebensqualitĂ€t hoch zuhalten. Das vorgelegte Projekt nimmt weder architektonisch noch von der Nutzung her RĂŒcksicht auf die BedĂŒrfnisse unserer Gemeinde; auf die der Anwohner/-innen sowieso nicht.

Dass es bei diesem Projekt auch Gewinner gibt, ist klar, aber die Gemeinde und ihre Bewohnerinnen gehören definitiv nicht dazu. Wer selber MĂŒhe hĂ€tte, bei diesem Klotz mit Tankstellenshop zu wohnen, muss konsequenterweise diesen Quartierplan im Interesse einer besseren Lösung, die mit Umsicht und Verantwortung fĂŒr das Ganze geplant worden ist, ablehnen. Deshalb am 11. Dezember Nein zu diesem einseitigen Quartierplan.

Dieser Leserbrief von Florian Schreier zum Quartierplan Rheinfelderstrasse/Wartenbergstrasse erschien im Birsfelder Anzeiger vom 1. Dezember 2017.

Ist Birsfelden velofreundlich?

Dieser Leserbrief zur Veloumfrage von Pro Velo von Florian Schreier erschien im Birsfelder Anzeiger vom 27. Oktober 2017.

HĂ€ufig bin ich mit dem Velo in Birsfelden unterwegs. Ich fahre zum Bahnhof, zum Einkaufen, in die Stadt, zu Terminen. Bin ich im Quartier in der Zone 30, ist alles ganz angenehm, meist genĂŒgend Platz und respektvolles Nebeneinander. Auf der Hauptstrasse sieht das dann anders aus. Es fehlt ein Velostreifen, der Platz ist knapp.

Nun hat Pro Velo zusammen mit dem Bundesamt fĂŒr Strassen ASTRA eine Umfrage zur Velofreundlichkeit von Schweizer StĂ€dten gestartet. Unter velostaedte.ch sind alle Interessierten aufgerufen Vigilix user setup , mit ihren Erfahrungen auf dem Velo die Umfrage auszufĂŒllen. Davon kann die Gemeinde nach der Auswertung profitieren und entsprechende Projekte angehen. FĂŒr eine Velostadt bringt Birsfelden nĂ€mlich exzellente Voraussetzungen mit.