Richtig bauen dient der Lebensqualität

Was heisst «richtig bauen»? Weshalb dient energetisch sinnvoll bauen dem Klimaschutz? Und weshalb ist der Schutz des Klimas wichtig für den Erhalt von Lebensqualität?

Diesen Fragen sind das Publikum und die Referentin Désirée Jaun und der Referent Eric Nussbaumer an der Veranstaltung in der Aula Kirchmatt nachgegangen.

Désirée Jaun zeigte auf, dass Birsfelden die Chance hat, im Zentrum ein Quartier zu bauen, das nicht einfach Wohnraum bietet, sondern ökologisch so sinnvoll ist, dass die ganze Bevölkerung davon profitieren kann. Eric Nussbaumer hielt fest, dass heute absolut ohne fossile Energie gebaut werden kann. Eine neue Überbauung bietet die Möglichkeit, die Photovoltaik so einzusetzen, dass sich das Quartier selber versorgen kann.

In der Diskussion wurde zudem deutlich, dass das Thema Mobilität in die kommenden Quartierpläne miteinbezogen werden muss. Gerade im Zentrum besteht eine ideale Situation in Bezug auf den öffentlichen Verkehr. In der Schweiz gibt es Beispiele von Überbauungen, in denen die Miete einer Wohnung daran geknüpft ist, dass kein Auto vorhanden ist. Solche Überlegungen sollten auch in Birsfelden gemacht werden.

Désirée Jaun, die auf der Liste 2 für den Nationalrat kandidiert, und Eric Nussbaumer, der für den Ständerat kandidiert, zeigten an der Veranstaltung, dass ihnen der Erhalt der Lebensqualität für uns und die kommenden Generationen wichtig ist und dass konkrete Taten notwendig sind.

― Regula Meschberger

Das Energiegesetz macht Sinn

Dieser Leserbrief von Walter Märki zur Abstimmung über die Energiestrategie 2050 vom 21. Mai 2017 erschien im Birsfelder Anzeiger vom 12. Mai 2017.

Parolenübersicht für die Abstimmungen vom 21. Mai 2017

«Kalt duschen», «sich massiv einschränken», «zurück in die Steinzeit», «3200 Franken mehr bezahlen» — mit solchen Slogans malen die Gegner des Energiegesetzes den Teufel an die Wand. Die Fakten aber sehen anders aus: Die Energiestrategie 2050 soll die zukünftige Energieversorgung sicherstellen. Das Gesetz ist eine erste Etappe auf diesem Weg und setzt drei Schwerpunkte:

  1. Senkung des Energieverbrauchs und Steigerung der Energieeffizienz,
  2. Förderung der einheimischen erneuerbaren Energien,
  3. Verbot neuer Atomkraftwerke.

Mit verschiedenen Massnahmen und einem bescheidenen Betrag pro Person und Jahr soll das Gesetz verwirklicht werden: Steigerung der Gebäudeeffizienz, Verschärfung von C02-Vorschriften, Optimierung und Ausbau von Wind-, Wasser-, Sonnen- und Biomassenenergie. Mit dem Ausbau des Gebäudeprogramms profitiert das inländische Gewerbe und damit Tausende von Arbeitnehmern.

Mit der Förderung einheimischer Energien und Energiesparmassnahmen bleibt neu viel Geld in der Schweiz, Wer das Gesetz ablehnt, zementiert unsere Auslandabhängigkeit, stellt keine Lösung bereit, wenn das letzte Atomkraftwerk in der Schweiz stillgelegt ist und verhindert eine moderne, klimafreundliche Energieversorgung für die Zukunft der Schweiz.

Darum am 21. Mai ein überzeugtes JA zum Energiegesetz.

JA zum geordneten Atomausstieg

Dieser Leserbrief von Walter Märki zur Abstimmung über die Atomausstiegsinitiative vom 27. November 2016 erschien im Birsfelder Anzeiger vom 18. November 2016.

Beznau I ist 47 Jahre alt. Kein Atomkraftwerk der Welt war je so lange am Netz. Die Energiekonzerne müssen immer mehr Geld in die Sicherheit der AKWs investieren und trotzdem gibt es gravierende Sicherheitsmängel, wie beispielsweise Risse im Druckreaktor. Das Problem: Der Druckreaktor kann nicht ausgetauscht werden. Die Sicherheit der alten Meiler nimmt trotz Sanierungen deshalb stetig ab.

Auch wirtschaftlich sind die AKWs ein Desaster. Anstatt Geld in marode Atommeiler zu investieren, würde es besser in den Ausbau und in die Entwicklung erneuerbarer Energien eingesetzt. Die AKWs sind zudem ein Problem für die Versorgungssicherheit, weil die Werke immer häufiger unplanmässig und kurzfristig vom Netz genommen werden müssen. Der Strom muss dann sofort von einem anderen Anbieter beschafft werden muss. Mit dem geordneten Atomausstieg ist der Abschalttermin frühzeitig bekannt und damit planbar. Das stärkt die Netzstabilität und schafft Platz für erneuerbare Energien. In Europa herrscht ein Stromüberfluss, welcher der Leistung von rund 100 AKWs entspricht. Es ist daher kein Problem, den Strom unserer AKWs vorübergehend mit sauberem, europäischem Strom zu ersetzen, bis die einheimische erneuerbare Stromproduktion ausgebaut ist. Deshalb ein JA zum geordneten Atomausstieg am 27. November.

Ja zum geordneten Atomausstieg

Dieser Leserbrief von Heiner Lenzin zur Atomausstiegsinitiative (Abstimmung vom 27. November 2016) erschien im Birsfelder Anzeiger vom 30. September 2016.

Fast nahtlos stehen wieder wichtige Abstimmungen vor der Tür; so auch der Ausstieg aus der viel zu teuren und unsicheren Atomkraft. Inzwischen ist wohl den meisten Menschen in der Schweiz klar, dass wir uns die Atomkraft weder leisten wollen, noch das mit den AKWs verbundene Risiko auf uns nehmen dürfen.

Ja zum geordneten Atomausstieg

Ja zum geordneten Atomausstieg

So muss auch den letzten AKW-Anhängern und Steuerzahlern klar geworden sein, dass der Atomstrom viel zu teuer ist, werden die Stilllegung und der Rückbau der Kraftwerke mitgerechnet. Dass dies bisher nicht gemacht worden ist, liegt daran, dass die Energieversorger so satte Gewinne einstreichen konnten, weil ihnen von Anfang an klar war, dass uns Bürgern am Ende nichts anderes übrig bleiben wird, als diese Kosten zu übernehmen. Das Prinzip ist schon lange bekannt: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Gemäss dem Bundesrat soll unsere Energieversorgung bis ins Jahr 2050 zum grossen Teil auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien basieren. Der geordnete Atomausstieg ist machbar. Die neuen Technologien haben sich bewährt.

Der geordnete Atomausstieg schafft einen vernünftigen Zeitplan für einen schrittweisen Ausstieg. Deshalb müssen wir am 27. November JA zum geordneten Atomausstieg bis 2029 sagen.