JA zur Erhaltung unserer Lebensressourcen

Dieser Leserinnenbrief von Regula Hunziker erschien im Birsfelder Anzeiger vom 23. September 2016.

Die Initiative für eine Grüne Wirtschaft verankert die Kreislaufwirtschaft und die nachhaltige Ressourcennutzung in der Verfassung. Die heutige Wirtschaftsweise führt zu einer immer grösseren Übernutzung von natürlichen Ressourcen wie Wald, Ackerland oder der Ozeane. Würden es uns alle Menschen auf der Welt gleichtun, müssten wir 2,8 Planeten zur Verfügung haben. Sieht so verantwortungsvolles und zukunftsgerichtetes Denken und Handeln aus?

Mit Ressourceneffizienz kann die Schweiz ihre Abhängigkeit vom globalen Rohstoffmarkt verringern und lokale Wertschöpfung schaffen. Die Initiative ermöglicht die Förderung umweltfreundlicher Technologien und der Kreislaufwirtschaft und damit den langfristigen Erhalt unserer Lebensgrundlagen.

Wir profitieren auch als Konsumierende, wenn Produkte langlebiger sind und es mehr Reparatur- und Wiederverwertungsmöglichkeiten gibt. Die Initiative soll ausserdem unnötigen Abfall – etwa durch den Verzicht auf unnötiges Verpackungsmaterial – vermeiden helfen und ein breiteres Angebot an nachhaltigen Produkten schaffen.
Von einem Ja zur Grünen Wirtschaft profitieren wir alle, die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Generationen nach uns.
Deshalb stimme ich aus Überzeugung JA zur Initiative für eine Grüne Wirtschaft.

Die erste Säule erhalten

Dieser Leserbrief zur AHVplus-Initiative erschien am 16. September 2016 im Birsfelder Anzeiger.

Achtunddreissig Prozent der Rentnerinnen haben nur die AHV-Rente und deren Pensionen, falls vorhanden, sind wegen Babypausen und Teilzeitarbeit meist sehr tief. Aber auch viele Rentner leben nur von der ersten Säule. Nur für Wohnen und Krankenkasse gehen schon zwei Drittel der Maximalrente drauf. Nach der letzten Anpassung 1975 muss jetzt die AHV den Löhnen und Gesundheitskosten wieder angepasst werden.

Etwa sechs Milliarden Pensionskassengelder verschwinden jährlich bei Kaderleuten und Verwaltungsräten sowie in der Werbung. Dazu kommt, dass wegen der aktuellen wirtschaftlichen Lage mit starken Einbussen bei der zweiten Säule gerechnet werden muss. So hat zum Beispiel der Birsfelder GP Christof Hiltmann im Landrat verlangt, dass die Pensionen der Kantonsangestellten massiv gesenkt werden müssten, was sich im Übrigen auch auf unsere Gemeindeangestellten auswirken würde. Diese und andere zu erwartenden Einbussen bei der zweiten Säule könnten mit der Erhöhung der AHV-Rente um zehn Prozent zumindest abgefedert werden. Diese Erhöhung ist nicht gratis. Laut Bundesrat würden dafür aber 0,4 zusätzliche Lohnprozente für den Arbeitgeber und den Arbeitnehmer ausreichen.

Aber auch eine moderate Erhöhung der Mehrwertsteuer käme in Frage. Beides wäre wirtschaftsverträglich. Deshalb stimme ich mit Überzeugung JA zur AHVplus-Initiative.